Die Schwangerschaft, eine Zeit in der man sich um so manches Gedanken macht. Welche Phasen durchläuft eine Schwangerschaft? Herausforderungen, Ängste, Beschwerden und auch lustiges durchlebt man in dieser aufregenden Zeit.

Die Phasen einer Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft unterteilt sich in drei Phasen. Diese werden Trimester genannt.

Damit gemeint ist ein zeitlicher Abschnitt von drei Monaten.

Es gibt unterschiedliche Angaben, wann welches Trimester beginnt. Am geläufigsten sind wohl diese:

  • Trimester: von der 1. bis zur 12. Schwangerschaftswoche
  • Trimester: von der 13. bis zur 28. Schwangerschaftswoche
  • Trimester: von der 29. bis zur 40. Schwangerschaftswoche

Das 1. Trimester der Schwangerschaft

Das erste Trimester umfasst den kompletten Zeitraum der ersten drei Monate. Diese Zeit wird auch Frühschwangerschaft genannt. Sichtbar ist die Schwangerschaft in dieser Zeit noch nicht. Doch der Schein trügt, schließlich erfolgt im 1. Trimester die rasanteste Entwicklung des Kindes, welches in dieser Phase Embryo genannt wird.

Bereits im 1. Trimester der Schwangerschaft kann man das Herz des Kindes beim Ultraschall schlagen hören. Der wohl schönste Moment für alle Schwangeren. Auch alle anderen wichtigen Organe bilden sich in dieser Phase aus. Und Arme, Beine, Kopf, Rumpf und sogar die Augen sind bereits zu erkennen.

Doch das ist nicht alles. Auch der Körper der Mutter durchläuft Veränderungen. Es werden Hormone ausgeschüttet, welche die Schwangerschaft aufrecht erhalten und den Embryo bei seiner Entwicklung unterstützen.

Diese Hormone sind es auch, die zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen führen wie beispielsweise Übelkeit und Müdigkeit.

„Bereits im ersten Trimester kann man das Herz des Kindes beim Ultraschall schlagen hören. Der wohl schönste Moment für alle Schwangeren…“

Das 2. Trimester der Schwangerschaft

Das zweite Trimester umfasst die 13. bis 28. Schwangerschaftswoche.

Das Kind wird nun Fötus genannt. Seine Organe reifen in dieser Schwangerschaftsphase weiter und nehmen teilweise auch schon ihre Arbeit auf. Auch das Gehirn entwickelt sich in diesem Trimester in rasantem Tempo. Das Kind wächst stetig und macht sich in diesem Trimester bereits durch spürbare Bewegungen bemerkbar. Erst als schmetterlingsgleiches Flattern, später dann als immer stärker werdende kleine Tritte.

Die werdende Mutter fühlt sich im 2. Trimester wieder deutlich wohler. Denn die anfänglichen Schwangerschaftsbeschwerden lassen nach. Und auch körperlich ist die Schwangerschaft nun zu erkennen. Der Bauch wird runder. Erst nur ein klein wenig und dann immer schneller. Kein Wunder, erlebt der Fötus in dieser Phase der Schwangerschaft doch den größten Wachstumsschub.

Das 3. Trimester der Schwangerschaft

Die Zeit von 29. bis 40. Schwangerschaftswoche bezeichnet das 3. Trimester.

Nun wird die Reifung des Babys vollendet. In dieser Schwangerschaftsphase ist das Kind so weit entwickelt, dass es im Falle einer Frühgeburt gute Überlebenschancen hat.

Meist nehmen die Babys bereits am Anfang des 3. Trimesters die Geburtslage ein. Das heißt, sie drehen sich und liegen schließlich mit dem Kopf nach unten. Die Kindsbewegungen sind nun sehr deutlich zu spüren. Und auch von außen kann man die Bewegungen des Babys erkennen.

Aber nicht nur das Kind, auch der Körper der werdenden Mutter bereitet sich auf die Geburt vor.

Während des 3. Trimesters startet auch der sogenannte Mutterschutz. Er beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.

Die Phasen der Schwangerschaft genießen

Eine Schwangerschaft ist wunderschön, aber auch anstrengend. Umso wichtiger ist es, alle Phasen der Schwangerschaft zu genießen und sich auch immer wieder etwas Gutes zu tun.

  1. Trimester

Schlafen, schlafen, schlafen – Müdigkeit prägt das 1. Trimester wohl mit am stärksten. Du willst einfach nur ins Bett? Dann mach das und gehe früh schlafen! Und auch Nickerchen während des Tages sind definitiv erlaubt.

Essen und Gelüste – Bereits während des 1. Trimesters sollte auf gute Ernährung geachtet werden. Aber auch den ein oder anderen Gelüsten kann gerne mal nachgegeben werden.

Dessous – Der Körper verändert sich. Zwar ist es noch nicht der Bauch, doch die Brüste wachsen und spannen. Wichtig ist nun ein gut sitzender BH. Also nichts wie los ins Dessous-Geschäft und sich ein paar schöne Stücke gönnen.

Maske – Durch die Schwangerschaftshormone verändert sich auch die Haut. Warum also nicht einfach mal Zeit nehmen für eine entspannende Gesichtsbehandlung.

Und das Wichtigste:

Entspannen und genießen – Einfach mal aussteigen aus dem Alltagsstress und einfach das Wunder genießen, das man gerade erlebt.

  1. Trimester

Der Bauch wird langsam sichtbar und es wird an Gewicht zugelegt. Das ist kein Grund für eine Diät! Lebe und genieße das, worauf du Lust hast. Dein Körper sagt dir, was du brauchst.

Shopping-Time – Durch die körperlichen Veränderungen passt die normale Kleidung nicht mehr. Es wird Zeit zu shoppen. Ob Umstandsmode oder einfach Kleidungsstücke ein paar Nummern größer bleibt dabei ganz dem persönlichen Geschmack überlassen.

Schuhe!!! – Nicht nur neue Kleidung, auch neue Schuhe dürfen sein. Schließlich fühlen sich die Füße während der Schwangerschaft oft müde an und sind auch geschwollen. Es bedarf also bequemer Schuhe. Und mal ehrlich, was gibt es für einen schöneren Grund für neue Schuhe, als eine Schwangerschaft.

Wasserratte! – Schwimmen ist nicht nur entspannend, sondern stärkt auch noch das Herz-Kreislauf-System. Gut für Mutter und Kind. Und die Schwerelosigkeit im Wasser tut während der gesamten Schwangerschaft einfach unglaublich gut.

Urlaub – Das 2. Trimester ist die Wohlfühlphase der Schwangerschaft. Die beste Zeit also für einen letzten Urlaub zu zweit.

Yoga – Eine sehr gute Methode zur Geburtsvorbereitung. Yoga kräftigt die Beckenmuskulatur und die Rückenmuskulatur. Zudem erlernt man dabei praktische Atemtechniken. Und das beste: es entspannt.

Partytime – Im 2. Trimester gibt es einen zusätzlichen Grund zur Freude. Denn es ist Halbzeit! Die Hälfte der Schwangerschaft ist geschafft. Wenn das kein Grund zur Freude ist.

Der Name – Was gibt es Schöneres, als den Namen des Kindes auszusuchen. Gegen Ende des 2. Trimesters ist der ideale Zeitpunkt dafür.

  1. Trimester

Wunschliste – Im 3. Semester ist es an der Zeit, eine Wunschliste zu schreiben. Schließlich möchten Familie und Freunde etwas zur Geburt schenken. Eine Wunschliste hilft, doppelte Geschenke zu vermeiden.

Babyparty – Die Schwangerschaft, die bevorstehende Geburt und das neue Leben werden gefeiert. Mit Freunden, Verwandten, Kuchen und Geschenken.

To Do-Liste – Auf die Zeit der Geburt freuen und dabei nicht sich selbst vergessen. Gar nicht so einfach. Hier hilft eine To Do-Liste. Der Inhalt? Nicht etwa, was das Baby oder die Familie braucht. Sondern all das, was der frischgebackenen Mutter guttut. Von sportlichen Aktivitäten bis hin zu Zeit mit Freunden – es sich einfach selbst gut gehen lassen.

Und wieder shoppen – Diesmal auch für das Baby. Alles, was noch gebraucht wird. Von Bettchen bis hin zum Schnuller. Dabei nicht vergessen: den Still-BH!

Krankenhaustasche – Bestens vorbereitet, wenn es soweit ist. Denn wenn die Wehen einsetzen, hat man weder Zeit noch Nerven, die Krankenhaustasche zu packen.

Fußpflege – Die eigenen Füße pflegen. Im 3. Trimester so gut wie unmöglich. Schließlich hat der Bauch inzwischen deutlich an Umfang zugelegt. Also warum nicht einfach zur Fußpflege gehen? Einfach entspannt dasitzen, die Füße pflegen lassen und bei einer wohltuenden Fußmassage entspannen.

Faul sein – Im 3. Trimester fällt so einiges schwerer. Der Bauch ist groß und es wird einiges an Gewicht mit sich rumgeschleppt. Jetzt ist die Zeit, einfach einmal faul zu sein. Sich zu stressen und zu überanstrengen nützt weder einem selbst, noch dem Kind etwas. Lassen Sie sich verwöhnen und vom Partner und der Familie helfen.

Ängste und Sorgen während einer Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist die schönste Zeit im Leben einer Frau. Doch birgt sie auch viele Ängste und Sorgen.

  • Ist das Kind gesund?
  • Werde ich eine gute Mutter sein?
  • Wie wird sich das Leben/die Partnerschaft verändern?
  • Wie wird die Geburt sein?

„Schließlich ist eine Schwangerschaft mehr als einfach nur 9 Monate „brüten“. Es ist eine nachhaltige Veränderung. Und nach der Geburt ist meist nichts mehr wie zuvor. Es ist also völlig normal, Angst zu haben…“

Zahlreiche Fragen schwirren durch den Kopf und so manche lässt einen ängstlich werden. Das ist kein Grund sich zu schämen. Es geht jeder Schwangeren so.

Schließlich ist eine Schwangerschaft mehr als einfach nur 9 Monate „brüten“. Es ist eine nachhaltige Veränderung. Und nach der Geburt ist meist nichts mehr wie zuvor. Es ist also völlig normal, Angst zu haben.

Übrigens: an sich könnte man die Angst schon fast mit zu den Schwangerschaftsbeschwerden zählen. Denn der veränderte Hormonhaushalt während der Schwangerschaft bringt die Gefühle gehörig durcheinander. Und macht dabei auch anfälliger für Angst.

Was hilft? Reden, reden, reden. Mit dem Gynäkologen, mit dem Partner, mit Freunden und Familie.

Der Gynäkologe kann bei medizinischen Fragen und Ängsten helfen. Der Partner in Bezug auf die Zukunft. Egal mit wem man redet, es hilft.

Herausforderungen einer Schwangerschaft

Neben Freuden und Ängsten bringt eine Schwangerschaft auch noch ein paar Herausforderungen mit sich.

Fangen wir mal mit der Mode an. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, ab dem die normale Kleidung einfach nicht mehr passt. Die Brüste wachsen, der Bauch wächst und schon muss man shoppen gehen.

Und auch beim Autofahren gibt es Veränderungen. Denn spätestens im 3. Trimester muss der Sicherheitsgurt anders geführt werden. Der Beckengurt nicht mehr wie üblich einfach über den Bauch, sondern so tief wie möglich. Um den unteren Gurtteil tief zu fixieren gibt es Hilfe. Dieses System beinhaltet eine Sitzauflage sowie ein Gurtführungsband. Dieses hält den Beckengurt in einer tiefen Position und entlastet so die Fruchtblase während der Autofahrt.

Wer am liebsten auf dem Bauch schläft, sieht sich in der Schwangerschaft ebenfalls mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: der Schlafposition. Während es für viele Frauen bereits im 1. Trimester unangenehm ist, auf dem Bauch zu schlafen, setzt dieses Unwohlsein bei manchen auch erst sehr spät ein. Oft auch einfach nur deshalb, weil der große Bauch es irgendwann schlichtweg unmöglich macht, auf dem Bauch zu schlafen. Hier hilft dann einfach, die verschiedensten Schlafpositionen auszuprobieren. Auch ein Seitenschläferkissen oder Stillkissen können dabei helfen.

Schwangerschaftsbeschwerden

Neben den bereits erwähnten Beschwerden in der Schwangerschaft wie Übelkeit und Müdigkeit gibt es noch weitere Dinge, die einen während dieser an sich schönen Zeit belasten können.

  • Rückenschmerzen
  • Druck auf die Blase
  • Kopfschmerzen
  • Zahnfleischbluten
  • Hautveränderungen
  • und vieles mehr

Im 2. Trimester kann es zudem zu einem Ziehen im Schambein kommen. Grund dafür sind die Mutterbänder, die sich in dieser Zeit dehnen. Auch das Becken beginnt, sich zu weiten. Die Folge: ein schmerzendes Becken. Erleichterung bringt hier Schwimmen, Schwangerschaftsgymnastik und auch Yoga.

Auch die Augen bleiben vor den Veränderungen durch die Schwangerschaft nicht verschont. So manche Schwangere leidet unter trockenen Augen. Hier weiß ein Augenarzt Rat. Bei Kontaktlinsenträgerinnen hilft auch oft schon der Umstieg von Linsen auf die Brille.

Eine weitere Beschwerde während der Schwangerschaft sind geschwollene Füße und Hände. Abhilfe bringt hier viel zu trinken. So wird verhindert, dass der Körper Wasser einlagert. Das mag komisch klingen, ist aber dennoch so.

Oh wie schön ist schwanger sein

Neben all der Herausforderungen, Ängsten und Beschwerden ist eine Schwangerschaft auch eine Zeit, die auch so einiges schönes und lustiges zu bieten hat.

Seien es die vorsichtigen Blicke der Leute, wenn sie sich noch nicht sicher sind, ob man schwanger ist oder nicht. Dieses kleine Geheimnis zu hüten, während alle anderen sich fragen „ist sie schwanger oder nicht“, ist definitiv ein Spaß. Natürlich kann es manchmal anstrengend sein. Besonders, wenn man vorher bereits eine Fehlgeburt hatte oder das schwanger werden durch andere Einflüsse nicht so einfach war, erzeugt diese Neugier von außen Druck. Man möchte sich ja selbst erst ganz sicher sein, dass es dieses Mal wirklich gut geht. Umso mehr kann man es stolz und glücklich genießen, wenn die ungewisse, eigene Zeit vorbei ist.

Etwas skurril ist die Angewohnheit mancher Leute, den Bauch von Schwangeren anfassen zu wollen. Da mögen die Personen noch so zurückhaltend sein, den Schwangerschaftsbauch anfassen wollen dann doch fast alle. Auch wenn es manchmal vielleicht nervig ist, so gibt es dabei auch lustige Momente. Zum Beispiel dann, wenn die Kindsbewegungen bereits nicht nur zu spüren, sondern auch von außen zu sehen sind.

Und auch die Vorbereitungen auf das Kind bringen oftmals zum Lachen. Nehmen wir einfach das Babyshopping als Beispiel. Hier ein Strampler, dort ein Mützchen. Und zwischendrin so manches Teil, das einem eine wahre Gänsehaut beschert. Umso witziger, wenn der Partner oder die beste Freundin einen genau dieses Teil unter die Nase hält.

Alles in allem ist eine Schwangerschaft eine wirklich aufregende Zeit. Und eine Zeit, die man nie mehr im Leben vergisst.